Wir starten relativ spät um 08:30 in Graz.
Das untere Ende des Grabens ist immer wieder interessant zu sehen.
Die Wassermassen die sich hier gelegentlich austoben müssen schon ordentlich sein.
Trotzdem ... heute ist alles trocken, beinahe eine Felswüste...

Der Karlgraben im Morgendunst.

Karlgraben.

Null Problemo, oder? (Foto: Gert)
Entgegen den normalen Beschreibungen des sowieso kaum bekannten Leitlsteigs wählen wir wieder meine scheinbar noch weniger bekannte Variante:
Beim markanten Stein nicht den Wald hinauf, sondern rechts davon den kleinen Seitengraben rein ... soweit bis man in der Sackgasse ansteht ;)

In der Mitte der Hauptgraben, unser kleine Seitengraben zweigt rechts ab, sieht man leider nicht.
Diesen kleinen Graben rechts liegen zu lassen würde mir echt weh tun - Gert hat ein paar Fotos davon in seinem Blog.

Seele baumeln lassen... (Foto: Gert)
An der Stelle im Graben wo man nur mehr mit Seil weiterkommen würde, einfach um 180 Grad umdrehen und rechts die Flanke hinauf, die einzige gehbare Variante.
Gert nimmt sich die Zeit und versucht einen Steinmann zu bauen ... ob der dort lange überlebt?

Steinmann bauender Gert.
Gleich ums 'Eck' nach dem Steinmann stösst man früher oder später auf den Leitlsteig.

Gert auf einer der 'besseren' Leitern.
Die Leitern sind teilweise in einem abenteuerlichen Zustand, aber problemlos zu meistern.

Eigenartige Felsformationen begleiten den Weg.
Panorama Brennsattel. Rechts ragt der Fölzstein hervor. (Klick für grosses Foto)
Der Steig ist kaum zu verfehlen und irgendwann (schwitz) kommt man dann am Brennsattel raus.

Die alte Lärche 'Jakob'. (Foto: Gert)
Am Brennsattel bei der alten schattenspendenden Lärche 'Jakob' machen wir unsere erste Pause.
Bedenklich schaue ich meine schwindenden Wasserreserven an und weiss jetzt schon dass ich zu wenig davon im Rucksack habe.
Rationieren ist angesagt.

Blick zurück in den Karlgraben.
Weiter geht es über die wunderschöne und unproblematische Gratwanderung über das Zirbeneck und den Waschenriegel Richtung Fölzstein.
Bisher hab ich Gerts Tempo gut mithalten können. Aber hier gibt er plötzlich ordentlich Gas und nimmt mir fast 15min bis zum Gipfel ab.
Panorama Zirbeneck, Waschenriegel, Fölzstein. (Klick für grosses Bild)

Fölzstein.
Hier studiere ich auch Aufstiegsmöglichkeiten von der Fölzalm auf die Mitteralm.
Naja, eigentlich halte ich Ausschau nach dem mir schon mehrfach zu Ohren gekommenen Gschütt zum runterrennen ... ich glaub ich weiss wo das ist ;)
Panorama Mitteralm. (Klick für grosses Foto)
Nach einer ordentlichen Sonnenpause brechen wir Richtung Fölzkogel und Karlhochkogel auf.

Und hepp...
Am Fölzkogel stehend sehen wir die vielen Extrahöhenmeter zum Karklhochkogel..

Karlhochkogel, rechts dahinter der Hochschwab.

Blick hinunter zur Karlalm, bzw. den Karlgraben und das Karlgschütt ganz hinten.
Unterwegs finden wir auch noch den idealen Biwakplatz ;)
Biwakplatz oder englischer Rasen? (Foto: Gert)
Auf jeden Fall ein sehr schönes Platzerl.
Endlich erreichen wir den Karlhochkogel.
Aber hoppala? Ist das Kreuz neu? Ich bilde mir ein dass es bei meinem letzten Besuch noch nicht dastand?
Naja, auch schon wieder ein paar Jährchen her.
Wurscht ... Paauuuse ;)
Hochschwab im Hintergrund.

Panorama Hochschwab (Klick für grosses Bild)

Gert beim gipfelrasten.
Es ist unerträglich heiss und mein Wasservorrat bis auf einen kleinen Notschluck aufgebraucht, Zeit zum aufbrechen.
Wir beginnen Richtung Mühlbachboden abzusteigen.

Mühlbachboden, mit Mühlbachkogel im Hintergrund, rechts gucken die beiden Gipfel des Feistlbeilsteins hervor.

Nana, wir sind keine Jäger...
Endlich auf der Karlalmhütte angekommen versuchen wir die in der Karte eingzeichnete Quelle zu erblicken.

Kartenstudium im Schatten. (Foto: Gert)
Gert meint dass sie weiter unten im Graben sein müsse ... durstig gehen wir weiter ... und recht hat er *schlürf*.

Blick zurück Richtung Karl.

Blick zurück Richtung Karlhochkogel.
Rasch nähern wir uns dem unterem Ende des Karlgrabens.

Vorm unteren Teil des Karlgrabens.
Gert ist wieder mal weit vor mir. So kann ich ihn nicht informieren dass
ich gedenke das kleine Geschütt das direkt zur wasserführenden Passage
führt als Abkürzung zu missbrauchen. Und prompt überhole ich ihn dort.
Erst seine lauten Rufe bremsen mich dann wieder ein.
Wir sind nicht alleine, einige Pärchen nutzen das wirklich idyllische Platzerl zum Sonnen.
Ich stecke gleich mal meinen Kopf unter Wasser - einfach herrlich!

Kopf unter Wasser - herrlich! (Foto: Gert)
Gert toppt mich gleich mal und missbraucht das kleine Becken als Whirlpool. (Foto in seinem Blog)
Natürlich ätzt er ordentlich als ich mich anschicke nur bis zu Wadeltiefe hineinzustapfen.
Er steigert sich sogar zu massiven Drohungen: 'Feigling' ... 'Entweder du ins Wasser oder deine Pfeife' ...

Lächelnd nehme ich Gerts Drohungen zur Kenntnis. (Foto: Gert)
Er kennt mich schlecht ;)
Auch mein Planschbecken (Foto: Gert)
Ja, schaut nicht nur frisch aus, ist es auch. Und es ist herrlich.
Nach einer kurzen Trockenzeit brechen wir wieder auf.

Sogar Schmetterlinge lieben mein Pfeifentascherl!

Und noch ein Schönling am Weg.

Noch ein Planschbecken (Foto: Gert)
Letzte Eindrücke vom bald verschwindenen Wasser.
Nach dieser wunderbaren Tour erreichen wir gegen 18:00 wieder den Parkplatz.
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