Immer wieder nehme ich mir vor beim alljährlichem Sternschnuppenschauer das Spektakel von einem nicht lichtverschmutzten Platzerl aus zu beobachten.
Wünsche hab ich ja genug vorrätig ...
Mal sehen ob ein paar davon in Erfüllung gehen...
Geminsam mit Gert und Werner starten wir nach der Arbeit.
Ziel: Handalm auf der Weinebene.
Nicht ohne noch vorher noch ein paar 'Kleinigkeiten' zu organisieren:

Jause für Zwischendurch.
Einen letzten Farbklecks als Erinnerung für mich: so schön werden meine neuen Patscherl wohl nie mehr leuchten....

Aus gewittertaktischen Gründen entscheiden wir uns nicht auf die Handalm, sondern zum Handhöhlkreuz zu gehen.
Von dieser überhaus schweren und anstrengenden Wanderung habe ich leider keine Fotos gemacht. ;)
Vorbereitungsphase 1: Schutz vor äusserlichen Ungemachen... Aufbau unseres Biwaks.

Pffft, pffft, ...
Die dabei entstehenden Verwirrungen, ausgelöst durch Gerts neuen Biwaksack und seiner Skepsis diesen benutzen zu wollen, kann ich einfach lösen, da ich Biwaksack und Zelt mit habe ;)
Das kann uns also nicht lange aufhalten, es beginnt alsbald:
Vorbereitungsphase 2: Schutz vor inneren Ungemachen ... knurrenden Mägen.

Es werde Licht bzw. Feuer...

Meisterköche Gert und Werner bei der Arbeit.
Was soll ich sagen: sehr praktisch so ein Einweggriller, es hat vorzüglich gemundet!
Gegen äussere und innere böse Einflüsse gewappnet widmen wir uns nun unserer eigentlichen schweren Tätigkeit:
Auf den Rücken legen und Sternschnuppen erheischen ;)
Naja, nicht ganz ... zumindest Werner und ich haben noch zu tun:
Vorbereitungsphase 3: Dokumentation der Ereignisse ... Kampf mit den Eigenheiten einer DSLR.

Kompliziertes Equipment.
Als passionierter Kompaktkameraknippser ist so eine (geborgte) DSLR eine nette Herausforderung, verschärft durch die Problematik der Nachtfotographie.
Werner hat zwar auch eine mit, auf Grund eines kleinen logistischen Problemchens muss diese allerdings in der Tasche bleiben.
Nein halt ... sie dient dann doch noch als Objektivspender, seines ist eindeutig besser ;)
Grober Ablauf:
Stativ aufbauen, Fernsteuerung anschliessen, Fotos machen.
Mist, die Fotos sind ziemlich verwackelt ... Trageband abmontieren (zu viel Wind).
Immer noch eigenartige Spiegelungen ... Objektiv reinigen, da hat wohl jemand mit Grillhänden herumgetappst.
Immer noch nicht perfekt ... Funktion der Spiegelvorauslösung erforschen und einstellen.
Wo zum T*** kann man das Livebild einschalten? Finden wir nicht, geht nicht, egal...
Gestört werden wir immer wieder vom angestrengt in den Sternenhimmel starrenden Gert.
"Schnupp" ... "Schnupp" ... jedes mal wenn jemand eine Sternschnuppe sieht ertönt dieses Wörtchen...
Anfangs gefolgt von einem oft zweistimmigem "wo?" ... sinnlos, eh klar.
Jaa, nun endlich scheints auch mit den Fotos zu klappen.
Danke Werner, ohne dich hätte ichs wahrscheinlich nicht geschafft!

Köflach/Voitsberg - mit Flugzeug.

Einfach nur so.

Milchstrasse.

Grosser Wagen.
Viele Fotos werden es nicht, noch weniger Gelungene, und keines mit einer Sternschnuppe.
Bei einer durchschnittlichen Zeit von 3-5min pro Bild geht halt nicht mehr ;)
So verkrümmeln wir uns also bald in unsere 'Unterkünfte', ich als passionierter Frühaufsteher darf den "Taaagwaaache-Rufer" spielen - gefährliche Tätigkeit sag ich euch ;)

Taagwache ... und wenn Blicke töten könnten.
Um 04:00 der erste Weckruf ... ziemlich bewölkt, also weiter büseln.
Um 05:30 der zweite ... zum Sonnenaufgang.

Werner beim Munterwerden.
Immer noch bewölkt, die Sonne lässt sich nur durch ganz schmale Stellen blicken, sehr schade.
Dafür spüren wir schon die ersten Regentropfen, Aufbruch ist also angesagt.
Zum Auto kommen wir noch trocken, aber das Gewitter in Graz wird sehr heftig, gut dass uns das nicht 'oben' erwischt hat!
Und zum Abschluss noch ein paar 'Kitschfotos':






p.s.: Wer die Bilder lieber in Farbe mag, möge hier weiterlesen.
Kommentare