Insbesonders da ich damit einem meiner Lieblingsberge, dem Hochschwab, wieder einmal etwas näher komme.
Die Wetterprognosen sind nicht sehr erbaulich, mein Drängen schon etwas früher als 07:30 loszufahren, wird von den nixtuern nur mit einem müden Lächeln quittiert.
Aber was solls, wer will nicht mal etwas nass werden? ;-)
Knapp nach 09:00 legten wir also auf der Bürgeralm los. Für die normalerweise notwendige Mautgebühr kommen wir wohl zu einem ungünstigen Zeitpunkt, der Schranken ist offen ;-)
Unser Programm soll uns kreuz und quer über die Hochfläche führen, fast auf jeden Gipfel wollen wir rauf.

Bürgeralm
Als Aufstiegsroute wählen wir die etwas flachere Variante im Westen der Seilbahn, wo rutschger dann auch gleich mal etwas zum Spielen in die Hände fällt.

Nummer 1, ja eh klar lieber rü ;-)
An der Bergstation angekommen öffnet sich schon das wunderbare Panorama des Hochschwabmassivs. Leider ist der Ausblick doch etwas getrübt.

Panorama der Mitteralm
Aber einige unsere Tagesziele lassen sich doch erkennen:

Links: Mitteralmturm, Mitte: kleiner und grosser Winkelkogel

Rückblick über den Endriegel zur Bergstation
Zügig marschieren wir Richtung Mitteralm, abweichend von der Normalroute immer schön am Abgrund des Endriegel entlang - tolle Ausblicke nach unten in den Endriegelgraben inklusive.

Blick über den Endriegel zur Bergstation.
In dieser Gegend erstaunlich ist die immense Anzahl an Einheimischen die uns sehr skeptisch beobachten.

Man wirft ein wachsames Auge auf uns...
Bald erreichen wir den Eingang zur Mitteralm.

Vor der Notunterstandshütte auf der Mitteralm.
Gleich nach der Notunterstandshütte verlassen wir den markierten Wanderweg und folgen einer nicht endend wollenden Kette an Steinmännchen die uns den Weg zum kleinen Winkelkogel weisen.
Brav wie wir sind, tun auch wir unsere Pflicht und packen fleissig Steinchen rauf.

Rechts der kleine Winkelkogel.
12:15 ist es, am Gipfel machen wir unsere erste Rast - kurz aber sie tut gut.

Gipfelfoto am kleinen Winkelkogel.
Wie nicht anders zu erwarten: der Ausblick rüber zum Mühlbachboden ist einfach fesselnd.
Von links nach rechts: Zirbeneck, Waschenriegel, im Vordergrund der Fölzstein, dahinter der Fölzkogel.

Blick hinunter auf die Fözalm, die Nase links ist der Fölzstein, danach Fölzkogel und Karlhochkönig. Rechts der Bildmitte der Hochschwab mit Wolkenhut.
Nach der Pause und der obligaten Fotosessions gehts weiter zum Mitteralmturm. Leider 'vernichten' wir dabei gute 250hm die wir danach wieder rauf müssen.

Absteig zum Mitteralmturm.
15 Minuten nur dauert der Abstieg.
Knapp vor dem Mitteralmturm gibt es einen markierten Hubschrauberlandeplatz - den wir hoffentlich nicht benötigen werden.
Rechts davon müssen wir in die kleine Scharte runter.

Mitteralmturm mit Hubschrauberlandeplatz und Einstiegsgraben.
Es folgt ein doch recht mühsamer und teilweise nicht ungefährlicher Abstieg um rüber bzw. rauf zu kommen.
Der mit I+ angegebene Schwierigkeitsgrad ist meines Erachtens sehr stark untertrieben, insbesonders im Abstieg.
Auch die Wegfindung ist trotz guter Beschreibung nicht gerade einfach.
Trittsicherheit ist trotzdem gefordert, es gibt einige Stellen mit Option zum freiem Ablug nach unten.

Letzter Aufstieg zum Mitteralmturm.

Zurück hinauf gehts schon flotter...
... und vor allem entspannter.
Eine Stunde kostete uns das nur wenige Meter lange Teilstück zum Turm und zurück. Jetzt müssen wir wieder zurück hinauf.
Vorbei an den beiden Winkelkogel gehts zum Kampl, mit 1990m der höchste Punkt der heutigen Tour.

Links der Winkelkogel.

Und schon wieder ein Wächter.
Gegen 15:15 erreichen wir den Gipfel.

Ausblick vom Kampl in die Dullwitz hinunter.
Mittlerweile hat sich auch der Wolkenhut vom Hochschwab verzogen.

Mühlbachboden mit Fölzkogel in der Mitte, rechts der Hochschwab.
Weiter geht es querfeldein Richtung Feistringstein, wo wir gegen 16:15 die letzte Scharte vor dem Gipfel erreichen.

Vorm Feistringstein.
Allerdings ziehen immer mehr schwarze Wolken vom Tal rauf und verleiden uns einen längeren Aufenthalt.
Die Pause müssen wir also ziemlich abkürzen, der Aufstieg zum Gipfel geht sich leider auch nicht mehr aus. Ich muss also nocheinmal hier her kommen.
Jiipieee... Freier Flug über die Gschirrmauer in die Dullwitz runter - ein Vogerl möchte man sein.
Am Rückweg müssen wir wieder einige Schneefelder queren. Manche mit ziemlich ungemütlicher Schräglage und mindestens ebenso ungemütlichem Zwangsstop an Felsen - falls man unbedingt abrutschen wollte...
Aber immerhin kann LaVic endlich ihre heissersehnte Spaltenbergung üben. Rutschger spielt freiwillig das Opfer ;-)

Spaltenbergung ;-)
Gegen 17:15 endlich unser letztes Tagesziel, der Höchstein.
Nur ein kleiner vorgelagerter Gipfel. Sicher mit toller Aussicht, wenn denn nicht immer mehr und mehr schwarze Wolken raufziehen würden.
Die ersten Regentropfen verjagen uns also ziemlich bald von dem Platzerl, schade auch.

Höchstein im Wolkenhut.
Also nichts wie zurück zum Parkplatz. Wir hatten eigentlich schon früher mit Regen gerechnet, aber schön dass er so lange ausgeblieben ist.
Im Abstieg wirds zwar etwas rutschig aber alles in allem klappts problemlos.
Zwischendurch hat uns schon Gert wegen einer Pizza via SMS angefunkt. Ob der fortgeschrittener Stunde entschliessen wir uns so dreckig und stinkig wie wir waren den Pizzaladen zu stürmen.
Man bedient uns trotzdem und schmecken tuts nach so einer Tour sowieso perfekt!
In Summe waren wir für die 19km und etwa 1200hm knappe 9h unterwegs.
Leider war das Wetter nicht perfekt - und für diese traumhafte Hochalm war die Jahreszeit noch etwas zu früh.
Einen Monat später und wir gehen nicht über Schneefelder sondern über Blumenmeere....
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