Rund um Graz - Teil 1.999

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Samstag, 20. März 2010

Von orotl in Berge & Co, Fahrrad

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Rund um Graz - Teil 1.999

Rund um Graz - 'die Letzte'.

War der Plan, aaaber...



Nachdem die Passage nach Lassnitzhöhe, zumindest routenmässig, doch zu meiner Zufriedenheit ausgefallen ist, gehts nun daran die Lücke nach Fernitz bzw. zum Hühnerberg zu schliessen.

Die Möglichkeiten unasphaltierte Strecken zu finden sind hier lt. Karten allerdings sehr sehr gering und auch die Wirklichkeit wird diese Befürchtung bestätigen, soviel sei schon gesagt.

Los gehts also.

Wunderbares Wetter runderhum, tolle Musik im Ohr und Asphalt unter den Rädern. So gehts Richtung Lassnitzhöhe - und prompt übersehe ich eine Abzweigung und lande fast im Ort bevor ich aufwache.

Schön war die Strecke, mein Ärger weniger. Gute 4km und 150hm umsonst, ich hab eh so wenig Zeit - grrr.


Panorama vom Kracherlberg: Links Schöckl, rechts Lassnitzhöhe.

Endlich dort wo ich hinwollte, dort wo ich die Autobahn queren will, da gibts doch gleich die nächste 'freudige' Überraschung.

'Durchgang verboten'? Eh klar, was sonst? Als ob ich sowas bei diesem Unternehmen nicht schon oft genug gesehen habe?

Die A2 wird ja gerade saniert - schön - aber dass das auch auf mich und meine Pläne Auswirkungen hat, damit ist doch wirklich nicht zu rechnen?

'Durchgang verboten'? Ist mir aber (wieder einmal) sowas von wurscht. Das aufgestellte Gatter befinde ich nur für Autos existent, zu Fuß kann man locker rechts und links vorbei. Ein paar Arbeiter sehen mich zwar, rühren aber kein Ohrwaschl meinetwegen.

Einige Fuß- und Radspuren verraten mir das ich nicht der Einzige bin der hier lang will, gut so.


Autobahnsanierung als Hindernis.

Danach gehts ein kurzes Waldstück bergauf - eines der wenigen am heutigen Tag. Knöcheltiefer Gatsch, schieben ist angesagt.
Macht aber gar nichts, sowas kann ich auch geniessen.


Kurze Pause.

Jedes Waldstück geht einmal vorbei, zumindest auf dieser Strecke.
Was folgt ist eine mehrer Kilometer lange Asphaltpassage. Gut, als Wanderer kann man meist am Bankett gehen, trotzdem erfreut es mich nicht wirklich das zu sehen, bzw. als Wanderweg vorzuschlagen.

Eine vorab auf der Karte ausgekundete hoffentlich nettere Abkürzung erweist sich als Treffer, aber eben nur eine.
Dafür netterweise Feld- und Waldwege - und, eh klar, ein paar zusätzliche Höhenmeter, Freude!


Asphalthatscher

Weiter Richtung Hühnerberg. Einmal verirre ich mich und verliere den eher mies markierten GUW aus den Augen. Nein, nicht weil ich zu schnell unterwegs bin, auch keine Musik trübt meine Sinne. Einfach verloren.

Dafür entdecke ich ein nettes Platzerl zum Pausieren.

Eine kleine Kapelle, davor ein Betontisch mit Bänken runderhum laden ein - und eine komische Metallplatte in der Mitte des Tisches.


Kurze Pause II

Klar, sowas macht neugierig, ich hebe sie hoch - und voila! Eine hochprozentige Tankstelle nenne ich sowas :D
Ich bleibe aber lieber bei meinem Mineralwasser, die Auffahrt auf den Hühnerberg steht an.


'Tankstelle'

Auch rauf auf den Hühnerberg gibts einen Waldweg, sehr schön, schieben im Gatsch inklusive.

'Oben' angekommen muss ich am Rande eines Feldes abfahren, doch da sehe ich den Bauern mit seinem Traktor am Werken.
Kurz überlege ich ob ich dem möglichen Donnerwetter ausweiche. Aber viel zu faul und zu müde, entschliesse ich mich der Schönwetterprognose zu vertrauen und fahre direkt in seine Arme.

Es folgt eine kurze, sehr nette Unterhaltung. Gegen Radfahrer und Fußgänger hat er nichts einzuwenden, sehr wohl aber gegen Autofahrer die die Zufahrt zum Feld verparken und ihn dann auch noch anpflaumen wenn er es wagt dagegen zu protestieren.
Na, da schimpfe ich doch gerne mit, so was muss nicht wirklich sein :-O

Endlich die Hühnerbergstrasse erreicht, die Zeit drängt, ich muss zurück nach Graz. Die Sonne steht schon etwas tiefer, Bäume werfen lange Schatten und es ist merklich kühler geworden. Trotzdem hole ich meine Jacke für die Abfahrt nicht aus dem Rucksack, blöder Fehler. Ein ordentlicher Schnupfen in den nächsten Tagen wird mich daran erinnern dass es im Frühling zwar schon etwas wärmer ist, aber der Sommer noch in Ferne ist!

Nach 3,5h (inkl. Faulenzereien und konspirative Tätigkeiten), 45km und 900hm wieder daheim, es geht immer besser.

Wie gehts weiter? Eine einzige mögliche Alternativ-Route gibt es, zwar auch Asphalt, aber möglicherweise schöner zum Gehen - vor allem mit besserer Aussicht. Diese gilt es in den nächsten Tagen zu erkunden, dann kann ich das Thema RUG endlich abhaken...


 

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