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Samstag, 13. März 2010Kommentare
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Hi orotl,
ich würde die Fragen etwas anders beantworten...
1). Muss das wirklich sein?
Nein! Murkraftwerke sind nicht wirklich wirtschaftlich. Sie rentieren sich nur dank extremen Subventionen (= Steuergeldern). In den Monaten in denen am meisten Strom gebraucht wird (Winter) liefern sie am wenigsten Strom (Niedrigwasser). Im Gegenzug werden Lebensräume von stark gefährdeten Tieraten wie z.B. Huchen oder Würfelnatter unwiederbringlich zerstört. Diese Arten sind nebenbei europaweit geschützt un der Erhaltungszustand darf sich NICHT verschlechtern (das vergisst man aber schnell, wenn man ein paar Euros verdienen kann).
Die einzigen Alternativen sind:
1. Sonnenenergienutzung radikal vorantreiben und nutzen (mit der Kohle was dem Steuerzahler drei Murkraftwerke kosten, kann man da einen ganzen Wirtschaftszweig ankurbeln und ein Vielfaches an langfriestigen Arbeitsplätzen schaffen, was die Wasserkraftwerke bringen). Bei Joaneum-Reserach läuft derzeit ein Projekt. Wenn ich mich recht erinnere, haben die ein Zwischenergebnis bekannt gegeben, in dem es heißt, dass alleion die Dächer in Graz reichen würden, um ein Murkraftwerk einzusparen (ganz ohne Vernichtung von Lebensräumen).
2. Stromsparen: ein schluer Mann hat ausgerechnet, dass man ein Murkraftwerk einsparen könnte, wenn Alle in Österreich bei ihren Geräten nicht die Standby-Funktion nutzen würden, sondern die Geräte ganz ausschalten.
2.) Brauchen wir solche Kraftwerke?
Nein! Siehe Antwort zur Frage 1.)
Österreich produziert genug Strom.
3.) Brauchen wir diese Kraftwerke gerade hier?
Nein! In der Steiermark ist die sinnvolle Nutzung der Wasserkraft ausgeschöpft. Wasserkraftwerke, die jetzt noch gebaut werden, dienen im Prinzip nur noch der Gewinnmaximierung Einzelner (Subventionen lassen grüßen) oder dienen als Abschreibungsobjekte großer Konzerne.
4.) Die schönen Murauen, müssen die sterben?
Die Murauen im jetzigen Zustand sind bereits stark geschädigt. Neophyten wie Drüsiges Springkraut, Japanischer Staudenknöterich und Robinien lassen angestammten Auwaldpflanzen kaum noch Platz. Der Murauwald südlich von Graz ist im Prinzip von diesen sich extrem invasiv Neophyten verseucht und hat nur noch einen geringen Auwaldcharakter. Zudem fehlt die jährliche Überschwemmung im Wald.
Man könnte dort aber leichter einen halbwegs natürlichen Auwald wiederherstellen, als ein Kraftwerk in die Mur zu basteln - nur bringt das kein Geld...
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