Warscheneck via Höllengraben

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Sonntag, 19. Juli 2009

Von orotl in Berge & Co

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Trackback (1)

Tags für diesen Artikel: gert, totes gebirge
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Warscheneck via Höllengraben

Eine Tour auf das Warscheneck durch den Höllengraben und über die Wurzeralm sollte es diesmal sein.

Etwa 22km, 2200hm, Talfahrt mit der Bahn um spätestens 17:00 - das war der Plan.

Aber wie so oft kam es etwas anders... 


Um etwa 07:15 starten wir vom Parkplatz der Wurzerbahn, zuerst links die Piste rauf, bei der ersten Gelegenheit nach rechts einem Forstweg folgen der unter der Bahn durchgeht.
Knapp vor der Bahn gehts steil in den Wald hinauf. 


Höllgraben - im unteren Teil sind einige 'Mikadostäbe' zu überwinden. Später wirds zur grünen Hölle, zumindest wenn man wie wir den Weg verliert.
Deswegen sollte man trachten immer in Bachnähe zu bleiben, dort sollte auch der Steig verlaufen.

Verdursten kann man hier sicher nicht - tropfende Steine säumen den Weg. Aber wie gsagt nur wenn man den eigentlichen Steig nicht findet.

Kleine Bestien lauern auf uns.

In der 'Höllstubn', knapp bevor man in die 'Hölle' kommt gibts einen kleinen idyllisch gelegenen Teich.

Unmengen an teilweise hausgrossen Findlingen pflastern den Weg durch den Abschnitt 'In der Höll'. Bis sich dann endlich um etwa 10:00 die Hochebene der Wurzeralm öffnet.
Auch unser eigentliches Tagesziel, das Warscheneck, lässt sich sehen, allerdings noch heftig bewölkt.

Hier gibt es auch den bekannten Teichlschwund - der Bach Teichl verschwindet kurzerhand in einem Karstloch um irgendwo weiter unten wieder zu Tage zu treten.
Genauere Infos und eine nette Versuchsanordnung kann man in der nahen Hütte finden.

Nach den teilweise eher wilden Wegen tut sich hier oben eine andere Welt auf.
Weg-Autobahnen, anders kann ich diese Konstruktionen nicht bezeichnen - der Massentourismus lässt wohl keine nassen Schuhe zu ;-)


Unser Ziel versteckt sich immer noch hinterm Hochnebel, ob das heute noch besser wird?
Am Weg von der Linzerhütte zum Brunnsteiner See kommen uns nun Unmengen an Halbschuhtouristen entgegen.

Rechts sieht man den Einschnitt unter der Roten Wand, unsere Aufstiegsroute. Das Wetter wird etwas freundlicher, die Sonne kommt raus und der Hochnebel scheint teilweise auf dem Rückzug zu sein. Sehr schön.
Nach einer kurzen Pause lassen wir die Hochebene und damit auch die Halbschuhmassen hinter uns und beginnen den Aufstieg.

Rückblick auf die Wurzeralm.

Rechts unten die Rote Wand mit unserem Aufstieg, links dahinter der Stubwieswipfel.

Blick in die andere Richtung: Warscheneck mit dem vorgelagerten Toten Mann.
Unerfreulich dass doch einiges an Schnee vom Vortag liegen geblieben ist.

Links unter uns ein interessanter Gipfel: der 'Ramesch' die mögliche Ost-West Querung sieht wirklich vielversprechend aus.
Aber sicher ein anderes Mal.

Weit ist es nicht mehr, der letzte Aufschwung zum Toten Mann.

Vom Toten Mann aus ist es nicht mehr weit.

Luftaufklärung?

Endlich oben, saukalt, windig, aber schön das Ziel erreicht zu haben. Knapp nach 14:00 ist es inzwischen.
Die letzte Talfahrt der Bahn schreibe ich irgendwie schon ab.

Böse Blicke, warum?

Was hat sie denn? Was meckert sie?

Aja ok, da würd ich auch skeptisch schauen. Die Beiden waren scheinbar sehr hungrig und eigentlich gar nicht scheu.
Zum 'aus der Hand fressen' reichts aber doch nicht.

Aber nicht nur die Einheimischen scheinen sich zu freuen, auch Gert hat scheinbar noch überschüssige Energien.

Nach einer kurzen Pause kamen noch drei weitere Wanderer den Südostgrat herauf. Das werden zu unserer Überraschung die letzten Wanderer sein die wir heute sehen, stört aber nicht wirklich.
Nur kurz diskutieren wir ob wir den kurzen Weg über den Grat hinunter nehmen, aber wenn wir schon mal hier oben sind...
14:45 ist es - Talfahrt mit der Bahn wirklich ade ;-)
Weiter gehts also ohne viel Gegenanstiege Richtung Liezener. Links der letzte Gipfel der Kette - der 'Roßarsch'.

Bevor der Abstieg zu den 'Zwischenwänden' runter geht, noch ein letzter Blick zurück zum Warscheneck und Liezener.

Der Abstieg ist wirklich beschwerlich. Loses Geröll bedeckt mit einer dünnen nassen Schneeschicht. Jeder Schritt muss passen!
Die weitere Wegführung ist mir immer noch ein Rätsel.
Wir müssen eigentlich links runter, der Weg führt aber zuerst rechts zu den Wetterlucken hinüber.
Das letzte Eck kürzen wir allerdings ab, zuviel ist zuviel.

Blick zurück zur Abstiegsroute, den letzten Teil des Steiges kann man leicht erkennen, der Rest führt so ziemlich senkrecht im Zick-Zack herunter.

Der weitere Weg zur Luckerhütte und weiter zur Bergstation ist gepflastert mit Karst und Dolinen ohne Ende.
Einmal runter, einmal rauf - zehrt ziemlich an den Kräften.
So schön die Gegend ist, verirren möchte ich mich hier nicht. Die Wegmarkierung ist aber wirklich ausgezeichnet.

18:26 ist es, endlich bei der Luckerhütte angelangt.

Weiter gehts Richtung Wurzeralm, der Weg ist allerdings noch immer nicht einfacher. Nur kurze Passagen kann man flotteren Schrittes begehen, ansonsten das schon bekannte rauf-runter.
Roßarsch und dahinter Warscheneck in der Abenddämmerung.

Um 20:45 etwa erreichen wir die Wurzeralm.Von den Massen am Vormittag war jetzt nichts mehr zu sehen. Einsam beginnen wir den letzten Abstieg entlang der Bahn.

Um 22:00 endlich am Parkplatz. Die letzte Talfahrt haben wir knapp, um 'nur' etwa 5 Stunden versäumt.
Geworden sinds schlussendlich knapp 28km und etwa 2200hm - in 15 Stunden.


 

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Verspätung am Warscheneck
Das Warscheneck (2388m) Mit Orotl ging es diesmal aufs Warscheneck (2388m) im Toten Gebirge. Nachdem ich in seinem Gästezimmer in Rottenmann übernachten durfte, waren wir schon um 7:00 am Parkplatz der Standseilbahn auf die Wurzeralm. Natürlich nahmen ...
Weblog: gipfelrast.at
Aufgenommen: Jan 07, 14:03

Kommentare
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Ja, das war eine lässige Tour, sollten wir unbedingt wiederholen und dann die ausgelassenen Gipfel mitnehmen...
#1 Gert am 09.10.2009 09:50 (Antwort)

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