Meine erste Canyoning-Tour, mit Gebu als Scout, führt mich in die Salza am Fuße des Grimmings. Die ideale Einstiegstour für mich.
Nicht allzu lange, ein 3m und ein 6m Sprung, sowie am Schluß ein 21m Abseiler stehen am Programm.
Zwischen Gröbming und Stainach bei Titschern gehts über ein paar Serpentinen zum Parkplatz vor dem Stausee.
Hier gilt es sich in 'Schale' zu werfen, sprich Neopren anziehen und die wichtigsten Utensilien wie Seil, Karabiner und Sturzhelm in den Rucksack zu packen. Unsere Kameras kommen, in einer wasserdichten Otterbox verpackt, ebenfalls mit.
Mangels Neoprenpatscherl oder Sandalen verwende ich meine alten Turnschuhe. Für solche Anforderungen sind sie wohl nicht konzipiert - am Ende wandern sie in die Mülltonne am Parkplatz.
Los gehts also Richtung Staumauer.

Durch kurze Tunnels, jede Menge Radfahrer unterwegs.

Dann endlich die Staumauer.

Der 'normale' Abstieg über die Stiegen ist momentan gesperrt, also gilt es die Leiter an der Staumauer hinunterzuklettern.

Gegenüber am Anfang der Schlucht eine Warntafel von wegen Gefahren und so...
Meine Spannung steigt.


Auch gebu klettert runter.


Vorbereitungen: Sturzhelm aufsetzten, Otterbox nocheinmal kontrollieren.

Und gleich gehts zum ersten Sprung - naja, zählt wohl noch nicht wirklich als solcher.
Nachdem ich noch nie ein Fan von langsamen Eintauchen bzw. 'vorher abkühlen' war springe ich trocken rein.
Sehr erfrischend, irgendwie habe ich im ersten Moment das Gefühl dass sich meine Gesichtshaut zusammenschrumpelt.
Hier eine Studie meines 'hocheleganten' Sprunges:

Quer von oben reinschiessende kleine Wasserfälle.

Gebu macht das schon recht ordentlich...

Während mein Flugstil hier noch zu wünschen übrig lässt.
Aber Spaß machts trotzdem!

Leider ist die Schlucht wirklich nur sehr kurz, so stehen wir bald vor dem grossen letzten Wasserfall, hier noch ein Blick zurück.

Gebu studiert schon mal den Abstieg.

21m, nein zum Springen definitiv zu hoch. Es sollen aber angeblich schon mache gesprungen sein.

Aber wir entscheiden uns doch für die 'sanfte' Abseilvariante. Gebu bereitet alles vor und gibt mir genaue Instruktionen was zu machen ist.

Er macht dann gleich den Anfang und entschwindet durch den Wasserfall nach unten.

Das weisse Punkterl neben dem Wasserfall - ja wirklich ordentlich hoch.

Gleich hinter uns folgt eine andere Gruppe, hier sieht man schön wie hoch der Wasserfall ist, und dass man wirklich 'im' Wasserfall runter kommt.
Das Geprassle des Wassers aus dieser Höhe ist nicht ohne, jetzt weiss ich wozu der Helm noch gut sein kann ;-)

Als Abschluss machen wir noch einen kleinen Spaziergang entlang des Sees, der wegen Restaurierungsarbeiten leider kaum Wasser führt.
Trotzdem hinterlässt er tolle Eindrücke.
Obwohl, eine naturbelassene Schlucht an dieser Stelle hätte natürlich auch seine Reize.



Auf jeden Fall ein gelungenes Abenteuer, macht Geschmack auf mehr!
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