Von der Abenteuerführung in der Lurgrotte hatte ich schon öfters Interessantes gehört.
Also kurzerhand mit ein paar Freunden einen Termin gebucht und los ging das Abenteuer.
Hier eine kurze Übersicht der Höhle:
(c) Lurgrotte Peggau
www.lurgrotte.com
Nachdem man im warmen Stüberl einerseits die passenden Overalls und
Helme, andererseits eine kurze Einführung über Gefahren und Verhaltensregeln verpasst bekommen
hat, gehts auch gleich los. Der vordere Teil ist weniger interessant, breite Beton-Autobahnen
und -Stiegen und durchgängige Beleuchtung zeugen davon dass sich hier
der Massentourismus abspielt.
Dahinter wird es dann schon interessanter, verfallene Stiegen und Brücken und Licht nur mehr von unseren Stirnlampen.
Richtig zur Sache gehts aber erst ab dem Blocksberg, jetzt kommt richtiges Höhlenfeeling auf.

Tropfsteine ohne Ende
Stellenweise können die alten Stiegen und Brücken noch verwendet werden, aber die Hände werden immer öfters gefragt.

Noch intakte Stiegen
Irgendwann ist es dann vorbei mit den 'zivilsatorischen' Begleiterscheinungen, Abseilen ist angesagt!

Ja wo ist er denn hin?
Ist aber nichts Tragisches, man wird abgeseilt und muss nur aufpassen nicht mit dem Gesicht gegen den Felsen zu klatschen ;-)

Etwa 7-8m in die Dunkelheit runter

Kurzes, unscharfes Fotoshooting unter einem 'Pilz'
Danach ist es nur mehr ein kurzes Stück zum Umkehr- bzw. Pausenpunkt.
Hier erfahren wir noch diverse Hintergrundinformationen.
Unter anderem auch die Geschichte der beiden Vereine Peggau und Semriach.
Deren nicht gerade 'freundschaftliches' Verhältnis ist leider schuld daran dass man die Grotte nicht komplett durchgehen kann.
Hier an der Grundstückgrenze ist also Endstation für uns.
Nach der Pause gehts retour.
Sind wir bis zur Abseilstelle quasi im ersten Stock gekommen, gehts nun im 'Keller' zurück.
Sehr schön zu sehen welche Gewalten das Wasser ausüben kann.
Viele Bereiche sind schlicht und ergreifend glattpoliert.
Erstaunlich welches Farbenspiel ein einfacher Felsen leisten kann.

Polierter Felsen.
Bald wartet das letzte 'Schmankerl' auf uns, der Zierhutsee.
Es gibt nur einen Weg: durch, Knie- bis Hüftentief, je nach Körpergrösse und Geschick bzw. Glück bei der Wegwahl.
Bei 8-9 Grad 'warmen' Wasser möchte man gerne darauf verzichten, geht aber nicht.
Es gibt verschiedene Herangehensweisen: Mitsamt der Schuhe durch, Blossfüssig, oder man ist Höhlenführer und sorgt mit Badeschlapfen vor.
Wofür ich mich entscheide sieht man eh am Foto.

Fussbad der Luxusklasse
Weiter gehts zurück durch den Dom und den Blocksberg, immer wieder vorbei an mächtigen Tropfsteinformationen.

Mahlzeit lieber Berg
Nicht unerwähnt bleiben dürfen natürlich die vielen kleinen Wintergäste in der Höhle.
Auch dür sie erhielten wir genaue Instruktionen: Nicht berühren, nicht anhauchen. Fotografieren hingegen ist kein Problem.
Nun, das wird natürlich absolut eingehalten!

Guter Schlaf
Endlich wieder das Tageslicht erreicht, darf natürlich ein abschliessendes Gruppenfoto nicht fehlen.

Ein herrliches Abenteuer, auch für Leute mit Klaustrophobie durchaus machbar, diese Höhle ist einfach riesig!
Vielen Dank an die netten Leute des Lurgrotten-Vereins für die interessante Tour.
Nachtrag:
Ich bin die Tour in den Jahren darauf noch 2x gegangen, sie macht jedes mal wieder Spaß!
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